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Verschiebung des UIGEA von offizieller Seite bestätigt

Alle Nachrichtenquellen veröffentlichen inzwischen einhellig die Entscheidung der US-Regierung, das komplette Verbot von Online-Glücksspielen in den Vereinigten Staaten um sechs Monate zu verschieben.
Aufschiebung des UIGEA um sechs Monate beschlossen

Es darf weithin darüber spekuliert werden, ob diese Verzögerung als eine Aufforderung an Abgeordnete wie Barney Frank zu verstehen ist, ihre Pläne zur Aufhebung des UIGEA zu intensivieren. Nach seinem Gesetzentwurf soll es ein vollständig neues System zur Legalisierung und Regulierung der meisten Formen des Online-Glücksspiels, insbesondere von Internet-Poker geben. Damit wäre die Teilnahme im Internet an diesen Spielen in allen Bundesstaaten der USA legalisiert. Zumindest ist es ein gutes Zeichen für die Branche, dass die US-Regierung als Exekutive bei den Bemühungen zur Umkehrung des verheerenden Verbots aus dem Jahre 2006 mit an Bord ist. Dabei sollte laut Gesetz der UIGEA in den nächsten Tagen vollständig in Kraft treten.

 Neuer Termin ist der 1. Juni 2010

"In einer gemeinsamen Erklärung sagte der Finanzminister und der Chef der US-Notenbank, dass der 1. Dezember als Termin für die Umsetzung des Gesetzes aus dem Jahre 2006 nicht für alle Finanzinstitute zu erreichen sei", berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. "Damit wird den Unternehmen zur Einhaltung der Bestimmungen eine neue Frist bis zum 1. Juni 2010 gesetzt."

Neuer Gesetzesvorschlag bereits in Arbeit

Reuters berichtet weiterhin, dass in dem Statement erwähnt wurde, dass "verschiedene Mitglieder des US-Kongresses die Absicht geäußert haben, eine vollständige Legalisierung zu ermöglichen, was gleichzeitig die problematischen Teile des Gesetzes angreifen würde."

"Dies gibt mir die Chance an meinem Vorschlag ohne Überstürzung weiterzuarbeiten und diese Regulierungswut der Bush-Regierung zu beenden und dieses schlechte Gesetz endlich rückgängig zu machen", sagte Barney Frank in einer ersten Erklärung gegenüber der Nachrichtenagentur Associated Press.

US-Präsident Obama und seine Regierung wird für das Engagement gelobt

In dem sie wieder einmal ihr Gespür für eine perfekt Öffentlichkeitsarbeit unter Beweis stellte, lobte die US-Initiative für Faires und Sicheres Spielen im Internet US-Präsident Obama direkt für diese Aktion. (Richtigerweise geht die Aktion auf die Obama-Administration zurück, der Präsident selbst wird wahrscheinlich nichts damit zu tun gehabt haben.)
 
"Wir sehen diesen Schritt der Obama-Administration als eine wegweisende Entscheidung an, die Umsetzung des UIGEA einzustellen. Damit hat der US-Kongress mehr Zeit erhalten, um einen alternativen Ansatz zur Regulierung des Internet-Glücksspiels anstatt eines Verbots zu erlassen.", sagt Michael Waxman, Sprecher der Initiative (in Englisch: Safe and Secure Internet Gambling).

Ausgangslage in der Politik verbessert

"Diese Entscheidung ist der jüngste Beweis dafür, dass sich die Ausgangslage für eine Verlagerung der Politik bezüglich des Internet-Glücksspiels hin zur Legalisierung, Regulierung und Besteuerung anstatt eines Verbotes gebessert hat. In den nächsten sechs Monaten sollte der US-Kongress nun handeln und einen Rahmen schaffen, der Glücksspiele im Internet reguliert, die Verbraucher schützt und gleichzeitig Milliarden an dringend benötigten Einnahmen für die wichtigen Regierungsprogramme auf Bundes- und Landesebene zu schaffen.", heißt es in der Presseerklärung.

Gemäß dem aktuellen Plan wird der UIGEA in 6 Monaten in Kraft treten. Der neue Stichtag ist jetzt der 1. Juni 2010 - es sei denn, der US-Kongress kann einen Weg finden, ein neues Gesetz zu verabschieden.