Googles Initiative für mehr Privatssphäre der Internetnutzer
19-08-2010
Google möchte es seinen Nutzern zukünftig gestatten, den Dienst Google Analytics zum Verfolgen von Nutzerdaten auszuschalten. Betreiber von Webseiten sehen diese Entwicklung kritisch, da so kaum die Erfassung verlässlicher Daten über Nutzerverhalten möglich sind.
Google Analytics bald freiwillig für Internetnutzer?
Google macht wieder einmal Schlagzeilen. Jetzt hat der Betreiber der bekanntesten Suchmaschine der Welt die baldige Veröffentlichung eines neuen Features seiner Software bekannt gegeben. Jeder Nutzer hat dann die Möglichkeit, dem Tracking mittels „Google Analytics“ zu widersprechen. Bei der Aktivierung dieser Option sammelt Google keine Daten über das Surfverhalten des Nutzers, zumindest keine mit dem Dienst Google Analytics.
Experten sehen massive Kritik von Datenschützern als Hauptgrund
Google hat sich wahrscheinlich zu diesem Schritt entschlossen, da Google Analytics in letzter Zeit immer wieder wegen Datenschutzbedenken in der Kritik gestanden hat. Aber einige Experten hatten aufgrund der massiven Beschwerden bereits ein Abschalten des Dienstes befürchtet. Diese Ankündigung dürfte den meisten Online-Vermarkter jedoch wie eine Hiobsbotschaft vorkommen. In jedem Fall wird die Analyse von Nutzerdaten von Webseiten deutlich komplizierter. Die meisten Webseitenbetreiber befürchten, dass viele Nutzer die Funktion nutzen werden, sobald sie verfügbar ist und in den Medien entsprechend angeraten wird.