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Erneute Lektion für Microsoft

Microsoft stellte Ende Oktober seinen Dienst Encarta endgültig ein. Die Online-Enzyklopädie konnte sich gegen die riesige Popularität der Wikipedia nicht durchsetzen. Dies ist ein weiterer Rückschlag den das Unternehmen durch das Onlinegeschäft hinnehmen musste.

Encarta geht endgültig offline

Eine kleine Fanfare zum Abschluss, am Wochenende wurde die Microsoft Encarta abgeschaltet. Damit geht der Versuch zu Ende, den Nutzern des Internets eine umfassende Online-Enzyklopädie anzubieten.

"Am 31. Oktober 2009 wird diese Webseite und alle anderen MSN ® Encarta ® Webseiten weltweit abgeschaltet werden. Einzige Ausnahme ist die Encarta Japan, die am 31. Dezember 2009 eingestellt werden wird. Darüber hinaus wird Microsoft ab Juni 2009 keine Student und Microsoft Encarta Premium Software-Produkte weltweit mehr verkaufen", heißt in einem Hinweis auf der Hauptseite der Encarta-Webseite.

Ohne Chance gegen Wikipedia

Die Schuld für das letztendliche Aus der Encarta hat wahrscheinlich Wikipedia und dessen immense Popularität, die es in den letzten drei oder vier Jahren gewonnen hat (obwohl es inzwischen so scheint als würde dies schon viel länger so sein), außerdem konnte die Encarta die Suchmaschinen-Dominanz der Konkurrenz durchbrechen. Am Ende konnte die Encarta nicht im Wettbewerb mit der ansprechenden Wiki-Technologie, die auf die Interaktivität der Benutzer setzt, mithalten.

Doch was bedeutet dies für das Unternehmen Microsoft? Das Unternehmen war für eine lange Zeit Marktführer für Betriebssysteme hat allerdings seit längerer Zeit mit dem Internet zu kämpfen. Die Suchmaschine des Unternehmens kann nicht einmal annähernd im Wettbewerb mit dem Suchmaschinengiganten Google bestehen und seine auf die Benutzer ausgerichteten Angebote wie die Encarta haben Schwierigkeiten, bei den Nutzern Beliebtheit zu erreichen.

Microsoft und das Online-Business

Das Unternehmen wird sicher nicht in nächster Zeit vom Markt verschwinden, dennoch ist es ein gutes Beispiel dafür, wie durch das Online-Geschäft immer öfter flexible und innovative Start-up gegenüber den riesigen, langsamen Dinosauriern der alten Schule im Vorteil sind. Es gibt wahrscheinlich auch allen Beteiligten eine Lektion darin, wie mit nutzerorientierter Software das Gebiet von traditionellen Dienstanbietern erobert werden kann.
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