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Ein weiterer UIGEA Opfer: Kanadischer Staatsbürger wegen Betruges durch die Vereinigten Staaten von Amerika angeklagt

Gestern wurde ein Kanadier in den USA vor einem Großen Geschworenengericht in den USA wegen Betruges angeklagt. Die Anklage behauptet, dass er Internet-Glücksspiel-Seiten unterstützt haben soll indem er Hunderte Millionen Dollar an US-Zahlungen von Off-shore-Anbietern deklariert haben soll.

Beschuldigte soll in nur 2 Jahren mehr als 500 Millionen Dollar Gelder gewaschen haben

Douglas Rennick, der beschuldigte 34-jährige Kanadier, wurde wegen Geldwäsche in Höhe von 565 Millionen Dollar in Form von Zahlungen an die Glücksspielindustrie angeklagt. Dies stellt eine Verletzung des Unlawful Internet Gambling Enforcement Act (UIGEA, dem amerikanischen Glücksspielgesetz) von 2006 dar. Laut der Webseite wired.com hat er den gesamten Betrag in nur zwei Jahren erreicht.

Angeklagte trat unter falscher Identität auf, um Verfolgung zu entgehen

Laut Anklage hat sich Rennick gegenüber den Finanzinstituten wie der Union Bank oder der Sparkasse Washington Mutual falsch ausgewiesen, damit diese die Zahlungen bearbeiten würden und er gleichzeitig eine Verfolgung durch die UIGEA umgeht. Falls er schuldig gesprochen wird, konnte er eine Strafe von bis zu 30 Jahren Gefängnis erhalten. Diese ist  jedoch die Höchststrafe und es ist unwahrscheinlich, dass er so streng verurteilt werden wird.

Wieder einmal zeigt sich wie unpraktikabel das UIGEA-Gesetz ist, daher gibt es auch einen neuen Gesetzentwurf im Senat

Dennoch ist dies nur ein weiteres Zeichen dafür, dass das UIGEA-Gesetz der Vereinigten Staaten nicht praktikabel ist. Angesichts der enormen Geldmenge, die Rennick deklariert hat, ist es unvermeidlich, dass Menschen weiterhin in der Online-Glücksspiel-Industrie aktiv werden. Sollte dies aber weiterhin illegal bleiben, wird es weitere Anklagen wegen Betruges gegen. Der Gesetzgeber wäre gut darin beraten, diese Aktivitäten zu legalisieren und zu regulieren (und konsequenterweise dann auch zu besteuern) anstatt sie zu verbieten. Und angesichts der gestrigen neuen Gesetzesentwurf des Senats, der von New Jersey’s Senator Menendez eingebracht wurde, sieht es so aus, als hätten sie endlich angefangen das zu begreifen.

Die ganze Geschichte finden Sie auf wired.com und im Wall Street Journal

Der Wired.com Artikel enthält eine interessante Analyse des UIGEA-Gesetzes und den Stand des Online-Glücksspieles in den Vereinigten Staaten. Sie finden ihn hier. Die Version dieser Geschichte im „Wall Street Journal " finden Sie hier.
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